Unter der Leitung der neuen Ausschussvorsitzenden Laura Faßbender (CDU) hat der Planungsausschuss über die Umsetzung des neuen „Bau-Turbos“ beraten. Das Gesetz soll Wohnungsbau schneller ermöglichen. Für die CDU ist dabei aber klar: Beschleunigung darf nicht zu Lasten einer geordneten Ortsentwicklung gehen. „Der Bau-Turbo darf nicht dazu führen, dass die Gemeinde die Kontrolle über ihre Planung verliert“, sagt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Hartmut Derscheid. Da der Bau-Turbo große Abweichungen von bestehenden Planungen erlaubt, braucht es klare Grenzen.
Die CDU unterstützt die Vorschläge der Verwaltung, dass:
- Bauvorhaben nur nach vorheriger Abstimmung mit der Verwaltung zugelassen werden,
- der Flächennutzungsplan und bestehende Planungen weiterhin Grundlage bleiben,
- sensible Bereiche wie Landschaftsschutz- und Überschwemmungsgebiete sowie Industrieflächen grundsätzlich ausgeschlossen werden.
Der Bau-Turbo kann zwar helfen, neuen Wohnraum zu schaffen – zum Beispiel durch Aufstockungen, Umnutzung oder Bauen in zweiter Reihe. „Aber Wohnraum muss mit Qualität, Rücksicht auf Nachbarn und einem stimmigen Ortsbild entstehen“, betont Ausschussmitglied Petra Pipke.
Die vom Ausschuss unterstützte Vorlage wird nun dem Gemeinderat vorgelegt. Die endgültige Entscheidung fällt am 27. April 2026. Die CDU Eitorf setzt sich dafür ein, die gesetzlichen Möglichkeiten verantwortungsvoll und transparent zu nutzen – damit Eitorf sich gut und nachhaltig weiterentwickelt.